Was ist ein Wasserbett
Bereits bei den Naturvölkern vor Tausenden von Jahren gab es schon Formen des Wasserbettes. Zusammen genähte, mit Wasser gefüllte Ziegenhäute dienten den Nomaden am Tage als Trinkreserve und in der Nacht als wärmende Schlafunterlage. Da sich die „Wassersäcke“ am Tage durch die Sonne in der Wüste sehr gut aufwärmten.
Ende des 19. Jahrhunderts wurde ein Wasserbecken zur Liege umgebaut und diente in der Medizin bei der Behandlung von Patienten mit starken Verbrennungen. William Hooper erfand eine „Invaliden-Wassermatratze“, die zur Hilfestellung in der Chirurgie und Medizin diente, da eine Wassermatratze das Liegen ohne die sonst bei herkömmlichen Matratzen schmerzenden Druckpunkte gewährleistete. Hoopers Wasserbett, was er sich patentieren lies, wurde aus Kautschuk hergestellt. Das Hoopersche Wasserbett wurde zu einem Wasserbett zur „Verhütung von Dekubitus” (Druckgeschwür) weiterentwickelt. Es bestand aus einem Flüssigkeitstank, der mit einer dünnen Haut überdeckt war. Wasserbetten haben einen niedrigen Druck und vermitteln dadurch das Gefühl von Schwerelosigkeit. Somit ist gewährleistet, dass sich der Körper schneller und besser von den körperlichen Beanspruchungen erholen kann. Es dauerte aber bis in die 1960er Jahren bis der Amerikaner Charles Hall Wasserbetten für den täglichen Gebrauch entwickelte.
Das Wasserbett stellt eine Alternative zu einem normalen Bett mit Matratzen aus Federkern oder Schaumstoff dar. Es gibt eine Vielzahl von Einzelteilen, aus denen ein Wasserbett zusammengesetzt ist.
Wasserbetten sind durch die regelbare Wassertemperatur der Matratze sehr beliebt, da diese ganz nach den Wünschen des Benutzers eingestellt werden können. Dank der Technik werden Geräusche wie Wasserplätschern verhindert. Bei entsprechender und regelmäßiger Pflege ist die Haltbarkeit wesentlich länger als es bei herkömmlichen Matratzen der Fall ist, was dann auch den höheren Preis schnell wett macht.
Statt eines Lattenrostes in einem “normalen” Bett gibt es beim Wasserbett ein Podest oder den Wasserbettunterbau. Er dient wie im herkömmlichen Bett der Gewichtsverteilung, wobei es verschiedene Arten der Gewichtsverteilung gibt, z. B. kreuzförmig oder auch Querverstrebungen. Je größer das Wasserbett ist, desto mehr Gewichtsverteiler werden benötigt. Eines der wichtigsten Komponenten eines Wasserbettes ist die Heizung, die es ermöglicht, eine angenehme Temperatur des Bettes zu erreichen. Für ein großes Wasserbett mit einer Füllhöhe von 20 – 23cm ist eine Heizung unabdingbar, um das Wasserbett auf einer angenehmen Temperatur zu halten. Genau so wichtig wie die Heizung ist der Wasserkern, der aus Vinyl besteht. Der Wasserkern wird von einer Sicherheitswanne umhüllt, die ebenfalls aus Vinyl hergestellt wird, allerdings aufgrund der geringeren Belastung nicht ganz so dick ist. Weiterhin bestehen Wasserbetten aus zusätzlichen Elementen wie Schaumkeile, evtl. Trennwänden, Matratzenbezügen, Wellendämpfungen, Vliesen und weiterem Zubehör. Welche Elemente zu einem Wasserbett gehören, hängt stark vom Preis und den Vorlieben des Nutzers ab.