Lebensdauer eines Wasserbettes
Technische Informationen zu Wasserbetten
Die Lebensdauer eines Wasserbettes liegt bei ca. 15 Jahren. Jedoch kommt es sehr stark auch auf die Qualität und Pflege an. Besonders die Pflege ist ein wichtiger Faktor für die Lebensdauer.
Die Heizung eines Wasserbettes muss nicht zwingend eine Digitalanzeige haben. Diese sind sehr anfällig und müssen häufig ausgetauscht werden. Der Handel bietet Mattenheizungen, die unter der Matratze ausgerollt werden, und Keramikheizungen an. Alle Heizungen sind so ausgelegt, dass sie regulierbar sind und nicht ständig heizen sondern nur dann, wenn es notwendig ist. Eine kostengünstige Heizung ist mit ca.300W Leistung und gilt als sehr zuverlässige Heizvariante. Jedoch wurde sie seit Jahren nicht mehr weiter entwickelt. Eine zusätzliche Tag- und Nachtfunktion haben modernere Heizungen. Ein neues Heizsystem ist die Carbon Heizung, bei der eine Kohlefasermatte erhitzt wird. Im Segment der Keramikheizsysteme gibt es mehere große Hersteller. Bei bei diesen Heizungen steht die Sicherheit im Vordergrund. Überhitzungen sind unmöglich und somit sind sie auf dem neusten Stand der Technik. Für die unterschiedlichen Größen von Wasserbetten gibt es auch unterschiedliche Wattleistungen. Für Solosysteme wird eine Leistung von 200W und für Dualsysteme 300W benötigt.
Der gefüllte Wasserkern befindet sich in einer Sicherheitswanne, die bei einem Defekt des Vinyls oder einer Schweißnaht verhindert, dass Wasser austreten kann. Die meisten Sicherheitswannen sind „Outliner“. Das bedeutet, dass sie über den äußeren Schaum der Matratze gezogen werden. Die Sicherheitswanne sollte daher so geschweißt sein, dass die Schaumwanne komplett umfasst wird und bis unter den Schaum greift. So wird einem späteren Verrutschen vorgebeugt. Die sog. „Inliner“ oder Kontur-Liner Sicherheitswannen greifen nicht über die Schaumkeile hinaus sondern liegen nur über dem Wasserkern. Eine Ziehprobe beim Kauf bringt Aufschluss über die Stärke der Schweißnaht. Es gibt auch Folien, die nicht korrekt zugeschnitten wurden und unverschweißt sind. Diese sind beim Kauf eines Wasserbettes völlig zu vernachlässigen.
Softside-Systeme haben eine Schaumumrandung, durch die die Matratze in jedem Bettrahmen oder sogar ganz ohne verwendet werden kann. Die Schaumumrandung ist keilförmig und hat eine Höhe von 20 bis 23 cm. Die Keilform ist stabiler und hat eine größere Liegefläche als es rechteckige Varianten bieten. Außerdem haben die Wellen bei Bewegungen die Möglichkeit, ruhig auszulaufen. Bei der Konsistenz der Schaumkeile kommt es darauf an, ob die Matratze in einen Bettrahmen eingebaut werden soll oder nicht. Ein weicher Schaum bietet mehr Sitz- und Liegekomfort, kann sich aber ohne Bettrahmen verformen und sollte deshalb auf der Bodenplatte fest verschraubt werden. Ein fester Schaum bietet hier jedoch die nötige Stabilität, jedoch ist er weniger komfortabel. Bei einigen Systemen sind die Bettseiten durch eine Stoffbahn miteinander verbunden und die Schaumkeile müssen so nicht mit dem Boden verschraubt werden. Jedoch ergibt sich hierbei die Problematik, dass nur beide Bettseiten gleichzeitig ausgetauscht werden können, da die Stoffbahnen bei zu großer Belastung einreißen können. Ein neuartiges Einbausystem bietet jedoch den besten Komfort und Schutz. Hier ist die Sicherheitswanne komplett mit dem Schaum verschweißt. Dies bedeutet absolute Sicherheit und einfach Montage, da ein Verschrauben auf den Bodenplatten nicht mehr nötig ist.
Inzwischen wurden wellenberuhigende Matratzen entwickelt, unter denen die vliesgedämpften Matratzen als hervorragend gelten, da sie den Liegenkomfort nur geringfügig verändern. Es wird zwischen zwei Vliesarten unterschieden. Die sog. schwebenden Vliese sinken nicht auf den Boden der Matratze sondern schweben an deren Oberfläche. Schwere Vliesstoffe werden oft mit zusätzlichen Schwebekörpern versehen, um ein Absinken verhindern zu können. Von den sog. Senkvliesen werden mehrere Schichten zur Wasserberuhigung benötigt, da die Vliese auf dem Boden der Matratze liegen und sich das Wasser an der Oberfläche noch frei bewegen kann. Hochwertige Vliese sind untereinander verklebt und sollten besser noch vernäht sein. Eine weitere Möglichkeit stellt die Thermobondierung dar. Hier werden Polyestervliese erhitzt und so zusammengefügt, dass sie untereinander verschmelzen. Zusätzlich sind bei hochwertiger Verarbeitung die Vliesmatten zusätzlich am Boden verankert. So ist auch nach Jahren noch gewährleistet, dass sie nicht verrutschen.