Gesundheitliche Vorteile von Wasserbetten
Wasserbetten passen sich wegen ihrer besonderen Oberfläche an jede Körperform an. So entstehen keine Druckpunkte wie es bei herkömmlichen Matratzen der Fall ist. Die Wirbelsäule wird entlastet und somit ist ein gesteigertes Lebens- und Entspannungsgefühl gegeben.
Chronische Rückenschmerzen oder Verspannungen lassen sich mit der sog. progressiven Muskelrelaxation behandeln. Durch diese Art der muskulären Entspannung, bei der man im Sitzen oder Liegen gezielt bestimmte Muskelgruppen entspannt, entsteht im Wasserbett ein Gefühl der Schwerelosigkeit und führt somit zu einer tiefen und fortschreitenden Muskelentspannung. Ein Wasserbett ist hierzu besonders durch die Temperaturregelung und Flüssigkeitsabstützung geeignet.
Ebenso können Gelenkentzündungen durch Wasserbetten gelindert werden. Beheizte Wasserbetten verringern die morgendliche Steifheit und helfen dadurch, die Einnahme von Medikamenten zu reduzieren oder gar zu vermeiden.
Positiven Einfluss haben Wasserbetten auch bei Schlafstörungen. Patienten, die unter krankhaften Schlafstörungen wie schweres Einschlafen oder häufiges Bewegen und Aufwachen in der Nacht leiden, haben durch den Einsatz von Wasserbetten einen ruhigeren Schlaf durch längere Schlafperioden und wachen morgens ausgeruhter auf. Ein so ausgeruhter Mensch hat somit ein größeres Wohlbefinden und eine erhöhte Leistungsfähigkeit während des Tages. Depressionen und Unausgeglichenheit, hervorgerufen durch chronische Schlafstörungen, werden dadurch deutlich reduziert. Eine durch mögliche Depressionen resultierende Einnahme von Medikamenten kann drastisch verringert werden und schwächt das Erscheinungsbild von Depressionen deutlich ab.
Während der Schwangerschaft ist ein Wasserbett sehr angenehm für die werdende Mutter, da sie wesentlich bequemer auf dem Bauch liegen und somit den Druck der Gebärmutter auf die Aorta lindern kann. Auch in der Geburtsphase ist ein Wasserbett ein sehr großer Vorteil, da die Wärme und die „Schwebewirkung“ des Bettes gerade in der Wehenphase sehr entspannend wirkt.
Bei Frühgeburten konnte beobachtet werden, dass bei mit Wasserbetten ausgestatteten Brutkästen weniger Apnoe-Anfälle (Atemausfall aufgrund des unterentwickelten Nervensystems) auftraten. Durch die schwebende Wirkung des Wasserbettes wird der Bewegungsablauf im Leib der Mutter nachempfunden. Forscher gelangten zu dem Ergebnis, dass Verhaltensentwicklungen von Säuglingen eher durch die Bewegung als durch körperlichen Kontakt beeinflusst werden. Auch krankhafte Hautzustände und asymmetrische Körperformen blieben bei Frühlingen in Wasserbetten aus.
Patienten mit Verbrennungen werden auch unter zu Hilfenahme von Wasserbetten behandelt. Durch das Schweben werden der Druck und die Schmerzen drastisch verringert. Die Gewichtslosigkeit des Schwebens hat hierbei eine schmerzstillende Wirkung. Da der Blutkreislauf in einem Wasserbett nicht negativ beeinflusst wird, verkürzt sich auch die Heilperiode bei schweren Verbrennungen.
Bei Querschnittsgelähmten, Schlaganfallpatienten, Rückenmarkverletzten und bettlägerigen Patienten tritt oft eine lokale Beschädigung von Haut und des darunter liegenden Gewebes (Dekubitus) auf. Da in Wasserbetten das Körpergewicht gleichmäßig verteilt wird und der Körperdruck verringert wird, heilen bestehende Wunden schneller und dem Auftreten von neuen Entzündungen wird vorgebeugt. Die Patienten müssen daher auch weniger oft umgelagert werden.
Ein Wasserbett ist auch die sauberste Oberfläche zum Schlafen. Sprungfedermatratzen saugen Haare, abgestorbene Köperhaut und andere Fragmente auf wie ein Schwamm. Die Vinyloberfläche des Wasserbettes kann sehr leicht mit Wasser und Seife abgewaschen werden, was sich bei herkömmlichen Matratzen eher schwierig gestaltet.