Die Pflege von Wasserbetten
Pflege von Wasserbetten
Die Pflege von Wasserbetten ist im allgemeinen nicht besonders aufwendig. Jedoch sollte man die notwendigen Arbeiten nicht unterschätzen und ihnen besondere Aufmerksamkeit in Bezug auf die Regelmäßigkeit zukommen lassen, da dies die Lebensdauer des Wasserbettes deutlich erhöht.
In der Regel braucht das Wasser im Wasserbett nicht ausgewechselt zu werden. Zur Vermeidung von Algen- und Bakterienbildung muss das Wasser aber mit einem Conditioner (Auffrischungsmittel) behandelt werden. Diese Conditioner enthalten biozide Wirkstoffe wie Benzalkoniumclorid und verschiedene Additive, die eine gleichmäßige Verteilung gewährleisten. Damit wird im Wasser ein Medium geschaffen, in dem sich Mikroorganismen wie Hefen, Pilze und Bakterien nicht vermehren können. Der Conditioner sollte in regelmäßigen Abständen von ca. 6 Monaten hinzu gegeben werden. Ein weiterer Aspekt des Conditioners ist die Pflege des Vinyls auch von innen. Weiterhin sollte das Wasserbett bzw. die Matratze in regelmäßigen Abständen entlüftet werden. Ein Zeitraum von 2 bis drei Monaten ist dafür völlig ausreichend.
Ein besonderes Wasser ist nicht notwendig. Neben dem normalen Leitungswasser gibt es 3 verschiedene Arten von Wasser: entmineralisiertes, entsalztes und destilliertes Wasser. Bei dem üblichen destillierten Wasser, was auch zum Bügeln benutzt wird, handelt es sich nicht immer um entmineralisiertes Wasser. Echtes destilliertes Wasser ist sehr teuer und wird eigentlich nur zur Herstellung von Medikamenten verwendet. Entmineralisiertes und entsalztes Wasser verhindert nicht die Bildung von Keimen, weil es ein stehendes Wasser ist. Behandelte Wasser neigen auch dazu, aggressiv zu reagieren. Jedoch ist nicht bekannt, ob das Vinyl des Wasserbettes darunter leidet. Außerdem gelangen schon bei der Herstellung Bakterien in die Matratze, so dass auch dieses Wasser mit Conditioner behandelt werden muss.
Die Oberfläche des Wasserbettes muss regelmäßig alle 2 bis 3 Monate mit Cleaner (Vinylreiniger) gesäubert werden. Der Cleaner entfernt Schweißkristalle und Schmutz und hält zusätzlich das Vinyl geschmeidig. Die Auflagen und Bezüge müssen ebenfalls regelmäßig gereinigt werden.
Kommt es trotz gewissenhafter Pflege oder aufgrund unzureichender Pflege zu Problemen mit dem Wasserbett, so gibt es Möglichkeiten, die damit anfallenden Probleme zu beseitigen.
Sollte es zu Geruchsbildungen kommen, sind oftmals Bakterien der Grund dafür. Ob das Wasserbett mit Bakterien behaftet ist, lässt sich mit speziellen Teststreifen, so genannten Dip Slides Combi, heraus finden. Sollten tatsächlich Bakterien für den Geruch verantwortlich sein, so kann man sie mit Entkeimer und Conditioner neutralisieren und so einen zeitaufwendigen Wechsel des Wassers vermeiden. Das Ergebnis kann allerdings mehrere Tage auf sich warten lassen. Zur Unterstützung empfiehlt sich eventuell der Einsatz eines Geruchsneutralisators, der ebenfalls den Befall der geruchsverursachenden Substanzen unterstützt. Fällt der Test auf Bakterien negativ aus, das Wasser bildet aber trotzdem viele Luftblasen, so können spezielle Additive zum Einsatz kommen. Diese lösen die gebundene Luft an den Vliesen und dem Vinyl des Wasserbettes und verhindern so die unangenehme Blasenbildung. Stockflecken und hartnäckige Verkrustungen lassen sich mit speziellen Reinigungsmitteln entfernen.
Es existieren in der Zwischenzeit Verfahren, das verwendete Wasser vor Füllung in die Matratze zu filtern und zu reinigen. Pflegemittel und Reinigungsintervalle sollten dann eigentlich überflüssig werden. Da diese Technik jedoch noch relativ neu ist, lässt sich noch nicht abschätzen, ob dies auch der Realität entspricht und ob sich dieses Verfahren bewähren und in Zukunft durchsetzen wird.